Intelligente Datennutzung im DomQuartier Salzburg
Aktuell und noch bis 27.4. sind im DomQuartier Salzburg die Publikumslieblinge der Sammlung der Residenzgalerie zu sehen!
Woher das DomQuartier die Lieblinge der Besucher*innen kennt?
Ganz einfach: weil mit dem Live-Gang der Sammlung Online vor 2 Jahren Kultur- und Kunstinteressierte – egal wo sie sich gerade befinden – auf diese Werke zugreifen und diesen Kunstgenuss erleben können. Und das in einer beeindruckenden Detail-Qualität, denn online kann man extrem nah heranzoomen – bis auf den letzten Pixel! Neben der Präsentation auf der Website des DomQuartiers, wird die Sammlung Online auf einem Screen in der Residenzgalerie gezeigt. Dort können die Besucher vertiefende Informationen zu den aktuell in der Ausstellung gezeigten Werken abrufen oder sich einen Überblick über all jene Exponate verschaffen, die gerade nicht ausgestellt werden.
Daraus konnten die Vorlieben der User für die unterschiedlichen Kunstgattungen und einzelne Gemälde abgeleitet werden. Mit diesen Daten und den Analysen der Merchandising- Produktverkäufe, wie Kunstkarten, Poster, usw. ließen sich Schlüsse auf die Lieblingswerke der Besucher*innen, online und analog, ziehen.
Vor 2 Jahren ging die Residenzgalerie Salzburg mit seiner Sammlung Online, von mehr als 460 kulturell wichtigen und imposanten Werken, live. Connetation Web Engineering GmbH hatte die Aufgabe übernommen, diesen bedeutendsten Bestand des Landes Salzburg auf der Website im digitalen Format zugänglich zu machen.
Konzeption, Design und Benutzerführung der Weboberfläche standen an erster Stelle. Da die Daten der einzelnen Kunstwerke bereits im internen System vorhanden sind, sollte eine neue Schnittstelle die Verbindung zwischen der Web-Darstellung und MuseumPlus (der Datenbank im Museum) schaffen.
Werke der Sammlung sollen einem Kategorie-System folgen und eine eigene Detailseite besitzen, wo die Besucher*innen mehr Information erhalten. Zudem muss natürlich die Gesamtheit der Ausstellungsstücke durchsuchbar sein, mit mehreren Filtermöglichkeiten und das neue System sollte an die bestehende Website angebunden werden.
Funktionen setzen den Rahmen
In Absprache mit den Kuratoren und Marketing wurde das Design der Sammlung Online erstellt, wobei folgende Aspekte im Fokus standen: User- und Bedienfreundlichkeit, einfache Navigation zwischen den Werken, den Schaffenden und den Suchergebnissen, sowie eine interaktive Darstellung der einzelnen Ausstellungsstücke. Heraus kam ein optimiertes Layout, das problemlos große Datensätze übersichtlich darstellen kann.
Auch die Möglichkeit, nach verschiedensten Kriterien zu filtern, ist gegeben. Durch eine Filterleiste am linken Bildschirmrand, die ein- und ausgeblendet werden kann, können User*innen nach Belieben nach Kategorien, Künstler*innen, Stil und Datierung filtern und so zum gewünschten Ergebnis kommen. Eine Sortierung nach Name und Inventarnummer verschafft noch mehr Übersichtlichkeit.
In der Gesamtübersicht sind die Werke in einer Listenansicht aufbereitet, wobei Titel, Datierung, Künstler*in und Inventarnummer ausgegeben werden. Auf der jeweiligen Detailseite bietet die digitale Sammlung eine Fülle an Details, die zur Recherche oder einfach zum Betrachten dienen. Ausführliche Beschreibungen, verfasst vom Kurator*innen-Team, ermöglichen zusätzlich tiefe Einsicht in die Materie und bringen die Gesamtheit der Werke näher.
Weiters kann man in der Detailansicht durch eine angepasste Lightbox die Aufnahmen der Kunstwerke interaktiv betrachten: durch zoomen, drehen und verschieben, um selbst die kleinsten Details entdecken zu können.
Neben der Lightbox- und Teilen-Funktion verfügt die Galerie auch über Download-, Print und Anfrage-Funktionalität. Für nicht-kommerzielle Zwecke können Sie also die gewünschten Bilder weiterverwenden. Sollten Besucher*innen ein oder mehrere Bilder für kommerzielle Zwecke benötigen, kann direkt über diese Detailseite, mittels Online-Formular, angefragt werden.
Aufgebaut wurde das System auf einer Opensource Software, die mithilfe der erwähnten, eigens entwickelten Schnittstelle die Daten aus dem internen MuseumPlus synchronisiert. Im Web-System laufen die Daten in einer eigenen PIM Extension zusammen, die die Informationen für die Ausgabe im Frontend aufbereitet und verwaltet. So läuft die Pflege und Wartung der Objekte zentral beim DomQuartier und Neuzugänge, Änderungen oder neue Inhalte werden, nach interner Freigabe durch Setzen der “Online Flag”, in die Sammlung Online übernommen. Jedoch ist die Schnittstelle nicht einfach nur für das Synchronisieren der Daten verantwortlich, sondern beinhaltet auch Logik, die die Darstellung der Werke betrifft: So werden beispielsweise Werke verschiedenen Räumen zugeordnet oder beispielsweise als “in Ausstellung” gekennzeichnet, wenn verschiedene, zuvor definierte Parameter und die Kombination aus diesen erfüllt werden.
Abschließend fanden nun diese wichtigen, kulturellen Kunstwerke ein neues Heim im Web, wo sie von allen Kunst- und Kultur-Interessierten bequem von der Couch aus betrachtet und bestaunt werden können. Die verschiedenen Meisterwerke werden in modernem Licht dargestellt und mit technologischen Lösungen elegant aufbereitet.
Aktuell wird der Bestand der Prunkräume der Residenz digital aufbereitet. Dieser umfasst die kostbaren Stuckarbeiten, Deckenmalereien, Wandbespannungen sowie Gemälde, Luster und Mobiliar. Nach der Eingabe in die interne Datenbank des Museums (MuseumPlus) werden auch diese Schätze rund um die Uhr für die Öffentlichkeit zugänglich gemacht.
Über die Ausstellung
Die Präsentation der Publikumslieblinge reflektiert zum einen den akademischen Blick auf die fünf Bildgattungen der Malerei, die sich im Laufe der Jahrhunderte entwickelt haben. Historisch wurde zwischen Gattungen mit „hohem Ansehen“ und solchen mit „niederem Ansehen“ unterschieden. Vom 17. bis ins 19. Jahrhundert galt die Historienmalerei als vornehmste Gattung. An zweiter Stelle kam die Porträtmalerei, der die „niederen Gattungen“ Genremalerei, Landschaftsmalerei und Stillleben-Malerei folgten. Zum anderen spiegelt die Ausstellung den Geschmack der Käuferschaft von Gemälden wider, die oftmals eine andere Meinung vertrat. Diese Tendenz zeigt sich auch bei den erhobenen Zugriffsdaten und Verkaufszahlen.
Kurator*innen: Astrid Ducke, Thomas Habersatter
Unabhängig von Produkt oder Branche können wir für Sie Lösungen für eine effizientere, intelligentere Datennutzung entwickeln.
Kontaktieren Sie uns telefonisch unter +43 662 21606521 oder per Mail: m.gebhart@connetation.at