Der CMS-Markt verändert sich

Bezugnehmend auf den Artikel "Der CMS Markt wie wir ihn kennen wird verschwinden!" von Alain Veuve, dem ich 100% zustimmen kann, möchte ich hier noch ergänzen, dass nicht nur die CMS-Systeme sich verändern müssen, sondern auch die Herangehensweise wie CMS- oder Webprojekte konzipiert und umgesetzt werden. Hierfür werden dann wiederum erweiterte CMS-Systeme benötigt, wie Alain Veuve dies bereits in seinem Artikel erläutert.

Warum das?

Es haben sich einfach die Anforderungen geändert. Vor 15 Jahren war der klassische, analoge Medienkanal noch der Stärkste. Mittlerweile ist nicht nur der digitale Medienkanal, das Web, etabliert, sondern hat sich auch noch in die unterschiedlichsten Bereiche (Newsletter, App, Webb-app, responsive Web, PDF-Blätterkataloge, Bilder, Videos, Facebook und Co.) untergliedert. Diese Kanäle spielen sich alle im WWW ab und könnten technisch, theoretisch mit einer Anwendung gesteuert und verwaltet werden, eben mit einem CMS-System.

Um was es eigentlich geht sind Inhalte in den unterschiedlichsten digitalen Formen, Text, Bild, Video, die es gilt strukturiert zu verwalten. Für die unterschiedlichen digitalen Medienkanäle haben sich daher auch geeignete Anwendungen entwickelt, auch stark im Open Source Bereich. Diese diversifizierte Datenhaltung und Datenpflege wird zunehmend aufwendiger und inkonsistenter, je mehr Kanäle und Verwaltungssysteme hinzu kommen.

Große Konzerne gehen daher immer mehr dazu über Daten zu zentralisieren, zu strukturieren und diese medienneutral abzuspeichern. Das ermöglicht es ihnen dann aus einer zentralen Datenquelle sehr viele Medienkanäle zu speisen. Diese Datenbanken nennt an dann Produkt Informations-Datenbanken. Die Vorteile liegen klar auf der Hand:

  • Einheitliche Informationen in allen Kanälen
  • Zunehmend richtigere Daten durch die zentrale Pflege
  • Rasche Publikation/Time-to-Market durch Automatisierung und Schnittstellen
  • Kostensenkung durch Automatisierung und einmalige und zentrale Verwaltung der Daten

Denkt man jetzt auch noch medienübergreifend und nimmt den analogen klassischen Bereich dazu, kann man auch mittels Web2Print-Anwendungen, Kataloge, Preislisten und Produktfolder aus der gleichen zentralen, medienneutralen Datenquelle speisen.

Was bedeutet das für die CMS-Systeme?

An die CMS-Systeme wird nun genau diese Anforderung gestellt, denn sehr viele Daten und Produktinformationen werden eben in einem CMS System oder Onlineshop verwaltet, um diese im Internet zu präsentieren oder zu verkaufen.
Wären also die CMS-Systeme in der Lage die Produktdaten medienneutral zu speichern, zusätzlich noch Mediendateien (Bilder, Videos, Downloads,...) zugehörig zu verwalten, dann wäre es auch für KMU-Betriebe, mit entsprechend weniger Budget als die Konzerne, möglich, dieses Potential zu nutzen und diese Prozesse ebenfalls zu optimieren.

In den letzten Jahren haben wir bereits solche Lösungen mittels TYPO3 und diversen Modulen und Erweiterungen für KMU-Betriebe erstellt. Die Herangehensweise an Webprojekte hat sich jedoch für uns Grundlegend verändert, da wir unsere Lösung für alle Marketingkanäle und daher auch für alle Werbemittel konzipieren. Unsere Funktionserweiterungen und Module haben wir ebenfalls wieder Open Source gestellt (Typo3-Web2Print-Modul), um den meiner Einschätzung nach richtigen Trend der Datenzentralisierung, der auch im KMU-Bereich notwendig werden wird, zu unterstützen.